Viel Spaß beim Rundgang:
Anfertigung von Einzelteilen und ganzen Dioramen im Maßstab 1:12 - nach eigenen Ideen. Und meine gesammelten Kleinigkeiten bekommen hier ebenfalls einen guten Platz.
Die Lampe habe ich also wie eine Schippe vor dem Haus installiert; innen hätte sie zuviel Platz genommen. Deshalb auch die Erhöhung, damit sie nicht "im Betrachter-Bild" ist
Hier hat Herr Brummel mich fotografisch bei der "Sauerei-Arbeit" erwischt. Ich hatte bißchen Grafit geraspelt, ....
.... weil mir meine aufgemalten Zusatzfugen zu hell waren. Desweiteren montierte ich "Schindeln" gegen das Blenden der Lampe. Ja, ich weiß, sieht jetzt eher "nicht so trödelig" aus, vom Stil her. Aber das hat man ja oft, daß Fassaden "Geschichte schreiben". Denkt Euch einfach, es wäre vorher Jilmaz , eine Markthalle oder was Ähnliches, gewesen. ;-))
Und hier sieht man das rückwandige Versteck für den Flachstecker der Lampe. Könnte ja sein, daß er mal einen Ruheplatz braucht, beim Transport zum Beispiel.
Es gibt spezielle Leisten, das erleichtert den Rahmenbau. Schließlich soll er später eine Scheibe führen können. Abmessen, auf Gehrung sägen, Löcher bohren, Versenkungen fräsen.
Leisten aufkleben und fixieren mit Stahlstiften, deren Köpfe versenkt werden.
Paßgenauigkeit in den Ecken ist ebenfalls sehr wichtig. Eine Seite freilassen zum Scheibe-Einschieben später. Die betreffende Leiste wird mit Spezialkleber aufmontiert und dient quasi "unsichtbar" als Schiebegriff. Dafür muß auch diese exakt passen! Logisch.
Holzpaste in die Vertiefungen spachteln, trocknen lassen, beischmirgeln und Holzmaserung evtl. mit Buntstift imitieren.
Die Schuhe sind mein erstes Schusterwerk, zumindest in Leder. Sehen vielleicht mehr wie Boote aus, aber Traudel hat halt eine hohe Reihe und Senkspreizfüße :-)). Dafür sind sie aus echtem Leder und atmungsaktiv ist auch die Naturkorksohle. Heute trägt sie außerdem ihre wertvolle antike Münze und den in der "Schmiede des Tigers" hergestellten Ohr- und Armschmuck.
Wie man es ja schon von anderen Schaukästen von mir gewöhnt ist, habe ich auch hier ein Schild gewerkelt und dieses bewußt "auf alt" getrimmt. Vorgesehen war es für die Montage an der Zwischendecke, aber dann fand ich es nach Probehängen doch besser für das große Regal, da es dadurch nicht so im "Kuck"-Weg ist. Die untere Abbildung ist stark vergrößert, damit man auch die angedeuteten Schrauben sieht, die den antiken Touch verstärken sollen, so als habe das Schild schon im vorigen Laden der "Trödel"-Traudel gehangen.


Für heute hatte ich ja die Treppe versprochen. Inzwischen konnte ich auch eine Pächterin für den Laden gewinnen. Sie ist sehr nett und heißt Traudel, und somit erkläre ich also heute die Herstellung der Treppe für "TRAUDELS TRÖDEL" ! Auf dem obigen Foto: Angezeichnete und durchbohrte Treppenschenkel und Stufen, die ...
hier mit Hilfe von "Stahlträgern" montiert werden.
Den kennt Ihr ja schon . Herr Hase hat immer ein wachsames Auge auf die Handwerker.
Das ist die Seite der Treppe, die man später (also nach dem Einbau) nicht mehr sehen wird. Die Schenkel sind aus einem alten Deckel von einem Mikado-Spiel, wie unschwer zu erkennen . Warum ich das zeige? Naja, um nochmals meine Werkel-Passion und -Philosophie zu unterstreichen: Aus Vorhandenem, aus "Wegwerf"-Dingen, aus Sachen, die man schön zweckentfremden kann usw., etwas zu gestalten. Dabei ist mir aber IMMER sehr wichtig: Es muß stabil, solide, wartungsfrei sein, und nicht zu vergessen: Charme ! Der ergibt sich für meinen Geschmack eben aus den Materialien und aus der "Beseelung" durch die Insassen, die ihren Reiz durch ihre" tiermenschliche" Gestalt ausstrahlen können.
Eine Tür auf der Empore verschließt nun den Treppenaufgang, denn es bot sich rechnerisch und geometrisch keine andere Stelle an, dieTreppe im Untergeschoß unterzubringen. Momentan ist sie auch noch nicht an Ort und Stelle eingebaut (morgen dann!) .
Hier wird sie "andocken", die Treppe! Das Bild von "Rolf mit der Treppe" ist nämlich außerhalb des Trödelladens gemacht worden. Der Griff, den ich hier angebracht habe, soll dann später die Luke öffnen und schließen. Ich sehe gerade: Reichlich Schmirgelstaub noch in den Ecken. Da muß Fräulein Rotjäckchen noch mal den Staublappen schwingen!